Warum diese Forderung eine Unverschämtheit ist.

Seit am 1. April der DVB-T-Empfang abgestellt wurde, ist mein Fernseher nur noch Deko. Drücke ich auf den An-Knopf, sehe ich ein neonblaues Testbild. Macht nix. Im TV läuft für meinen Geschmack eh zu viel Quatsch. Auch Radio höre ich selten bis nie. Im Auto läuft meine eigene Musik, morgens koche ich meinen Kaffee zu meiner Wake-up-Spotify-Playlist.

Für meine Nichtnutzung der öffentlich-rechtlichen Sender zahle ich jeden Monat 17,98 Euro. Die GEZ-Gebühren zu überweisen, ist für mich so, als würde ich das Geld einfach verbrennen. Ich gebe etwas und bekomme dafür – nichts.

17,98 kostet die GEZ uns alle monatlich Foto: stockWERK / Fotolia

Das ist ärgerlich genug. Doch es wird noch schlimmer: ARD, ZDF und Deutschlandfunk fordern jetzt, dass der Rundfunkbeitrag auf 21 Euro erhöht wird. Das sind ganze 20 Prozent!

Ich finde das frech. Denn: Nicht jeder nutzt das Angebot der öffentlich-rechtlichen Sender – aber jeder muss zahlen. Menschen wie ich, die weder fernsehen noch Radio hören, zahlen Geld dafür, dass sie das nicht tun. Was soll das?

Über die Begründung der Sender für die Erhöhung kann ich leider auch bloß lachen. ARD, ZDF und Deutschlandfunk sagen: Wenn wir den Beitrag nicht erhöhen, können wir uns nicht an unsere Einspar-Vorgaben halten. Bis 2024 müssen die Sender 2,2 Milliarden Euro Kosten sparen.

Das Kuriose: Noch Ende 2016 hatten die Sender riesige Überschüsse: 1,6 Milliarden Euro Plus hatten sie da durch den Rundfunkbeitrag gemacht. Da frage ich mich: Liebe Sendeanstalten – wo ist die ganze Kohle hin?

Ich habe keine Lust, 17,98 Euro für Nichts zu bezahlen. Noch weniger Lust habe ich, jeden Monat ganze 21 Euro zum Fenster hinauszuwerfen. Also, liebe Öffentlich-Rechtliche: Denkt bitte vorher nach, bevor ihr solche ungerechten und ungerechtfertigten Forderungen stellt.

Quelle: Noizz.de