Schwesta Ewa wegen Zuhälterei und Menschenhandel angeklagt

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Schwester Ewa im Musikvideo zu ihrem Track „Escortflow“ Foto: allesodernixrecords / YouTube

Die Rapperin soll Minderjährige zur Prostitution gezwungen haben.

Realness ist im Rap ein hohes Gut. Dass Schwesta Ewa all zu glaubwürdig verkörpert, was sie seit Jahren in ihren Texten von sich gibt, könnte ihr jetzt aber eine langjährige Gefängnisstrafe einbringen.

Ewa Malanda, wie die Rapperin mit bürgerlichem Namen heißt, ist von der Frankfurter Staatsanwaltschaft wegen Menschenhandels, Zuhälterei, Körperverletzung und Steuerhinterziehung angeklagt worden. Dafür könnte sie mehrere Jahre in den Knast wandern.

Besonders übel: Die Rapperin hat angeblich auch minderjährige Mädchen in ein finanzielles Abhängigkeitsverhältnis gebracht, sie dann zur Prostitution gezwungen und teils auch mit körperlicher Gewalt gefügig gemacht.

Schwesta Ewa macht keinen Hehl aus ihrer Vergangenheit als Prostituierte auf dem Bonner Straßenstrich und dem Frankfurter Bahnhofsviertel. In ihren Texten macht sie klar, dass sie noch immer im Rotlichtmilieu verwurzelt ist. Im Track „Escortflow“ rappt sie beispielsweise:

Lip-Gloss ferrarirot, tätowiert, Cabrio.

FFM Straßenstrich, meine Nutten: makellos.

Fick Minaj, ihr Barbie-Flow, schick sie anschaffen.

Doch der Gewinn reicht nicht mal für Handtaschen.

Oft kokettieren Rapper ganz bewusst mit einem Image, überhöhen das in ihren Texten absichtlich. Bei Schwesta Ewa hingegen scheinen sich Kunstfigur und reale Person weitestgehend zu entsprechen. Bereits seit November 2016 sitzt sie deswegen in U-Haft. Und es scheint wahrscheinlich, dass sie noch länger auf ihre Freiheit verzichten muss.

Quelle: Noizz.de

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