Bushido und Abou-Chaker: Geht jetzt der Mafia-Krieg in Treptow los?

Silvia Silko

Pop, Kultur, Lifestyle
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Seit Anfang des Jahres keine Mafia mehr – und dennoch überall erwähnt Foto: Picture Alliance GmbH / dpa

Es fielen 15 Schüsse auf das Restaurant Abou-Chakers – die Polizei ermittelt

Hat diese Story jetzt was mit Bushido zu tun oder nicht? Wir sind ehrlich gesagt unschlüssig. Am Dienstag fielen 15 Schüsse auf das Restaurant "Papa Ari". Der Vorfall ereignete sich Informationen der BZ zufolge gegen 3 Uhr nachts, der Schütze war mutmaßlich auf einem Mofa unterwegs und wurde bisher noch nicht ermittelt. "Papa Ari" befindet sich im Berliner Stadtteil Treptow und gehört Arafat Abou-Chaker – sein Mitwirken im mafiösen Abou-Chaker-Clan und seine einstige Geschäftsbeziehung mit Bushido sind allseits bei Presse, Polizei und Fans bekannt.

Der Vorfall wurde von Abou-Chaker auf Instagram veröffentlicht:

Bushido und Abou-Chaker waren noch bis Anfang dieses Jahres ein Herz und eine Seele gewesen – ihre Liebe zueinander ging sogar so weit, dass sich beide eine Generalvollmacht für das Vermögen des jeweils anderen ausstellten. Übersetzt heißt das: tiefste Blutsbrüderschaft auch über den Tod hinaus. Im Januar gab dann Bushido bekannt, dass die Romanze ein Ende hat. Via Facebook-Eintrag gestand der Rapper, dass es einige Turbulenzen in seinem Leben gab und er Dinge beenden müsste – offensichtlich auch den gemeinsamen Weg mit "Ari". So weit so tragisch.

Schon zur Trennung der beiden wurde viel spekuliert – ein Bruch mit einem der Bosse des Abou-Chaker-Clans bedeutet nicht zuletzt auch einen Bruch mit der gesamten "familia". Scheinbar wurden aber sämtliche Geschäftsangelegenheiten relativ ruhig über die Bühen gebracht – bis jetzt.

Die Schüsse, die auf der Puderstrasse in Treptow gegen den Imbiss Abou-Chakers abgefeuert wurden bieten jedenfalls Raum für einen erneuten Blick auf das Ganze, schließlich ist auch Bushidos Aufnahmestudio immer noch im selben Gebäude. Wir haben bereits unser Mickey-Mouse-Detektivset ausgepackt und stellen die richtigen Fragen: Hat Bushido mit dieser Angelegenheit überhaupt etwas zu tun (außer ein ehemaliger Geschäftspartner des Opfers zu sein)? Waren die Schüsse aus Rache? Wenn ja: Gegen wen? Sollte hier Abou-Chaker geschadet oder ein Zeichen gesetzt werden? Wenn ja: Welches? Wollte jemand demonstrieren, wie kugeldurchlässig ein Cola-Kühlschrank ist? Gefiel jemandem die Glasfassade des Lokals nicht? Und vor allem: Wie gut ist das Hühnchen bei "Papa Ari"?

Ok, ok: Wir verschonen euch mit weiteren mittelmäßigen Sherlock-Ambitionen unsererseits, sind dennoch aber weiterhin gespannt, was sich in dieser Angelegenheit noch eröffnet. Wir halten euch mit messerscharfem Blick auf die Dinge auf dem Laufenden.

Quelle: Noizz.de

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