Boykottiert Spotify bald Eminem?

Silvia Silko

Pop, Kultur, Lifestyle
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6 Foto: Chris Pizzello / dpa picture alliance

Nach R. Kelly sollen auch weitere moralisch verwerfliche Musiker von Spotify verbannt werden.

Letzte Woche verkündete der Streaming-Dienst Spotify, dass der Künstler R. Kelly von Seiten des Unternehmens nicht mehr gefeaturet wird. Das bedeutet: R. Kelly erscheint nicht mehr in Playlisten und wird Usern nicht mehr vorgeschlagen. Seine Musik ist aber weiterhin vorhanden und kann angehört werden, wie wir berichteten.

Spotify begründete diesen Schritt damit, dass Künstler wie R. Kelly nicht dem moralischen und humanistischen Vorstellungen des Unternehmens entspricht. Nun ist es ja kein Geheimnis, dass nicht nur Kelly Dreck am Stecken hat – und genau deshalb fordert die amerikanische Frauenrechtsgruppe UltraViolet nun, dass auch weitere Künstler von Spotify boykottiert werden.

Tatsächlich stellt sich die Frage, warum R. Kelly mit seinen Mißbrauchsvorwürfen nicht mehr gefeaturet wird, Künstler wie Chris Brown, der nicht nur für seine Prügelattacke gegen Rihanna verurteilt wurde, weiterhin standardgemäß behandelt wird.

Eminem ist ein ähnlicher Fall

Der Rapper ist wegen Gewalt gegen den neuen Freund seiner Ex-Freundin angeklagt. Außerdem beschreibt er im Song "Kim", wie er selbige umbringt. Es wäre also nur konsequent von Spotify, auch diese Künstler nicht mehr zu unterstützen. Wie Noisey berichtete, hat sich Spotify hierzu nicht konkret geäußert.

Das Beenden der Zusammenarbeit mit R. Kelly war aber bereits ein wichtiges erstes Zeichen – und die Zeichen stehen gut, dass Spotify auch weiterhin Stellung beziehen wird. Wir sind gespannt.

Quelle: Noizz.de

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