Bierbrauer in den USA haben Angst vor legalem Cannabis

Sebastian Gubernator

Politik & Freizeit
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Legalize it: Brauereien in den USA finden das gar nicht lustig Foto: Flickr.com / CC amigosdelcannabis / Noizz.de

Die Winzer sind dagegen gelassen ...

Sie ist, so viel steht fest, umstritten: die Legalisierung von Marihuana in mehreren US-Staaten. Die einen finden es gut, dass sie mit Erlaubnis kiffen dürfen und der Schwarzmarkt ausgehebelt wird. Andere regen sich darüber auf. Und dann gibt es noch die Bierbrauer.

Die leiden darunter, dass Gras geraucht werden darf. Zumindest sagen sie das – und berufen sich auf eine Studie von Cowen & Company, einem Unternehmen, das alles Mögliche mit Finanzen macht.

Kernthese der Studie: In Colorado, Oregon und Washington, wo Cannabis legalisiert wurde, ging es der Bierindustrie in den vergangenen Jahren schlechter als anderswo.

„Das ist nicht überraschend“, wird Vivien Azer von Cowen & Company auf einem Craft-Beer-Portal zitiert. In den drei Staaten, so Azer, steige der Cannabiskonsum von 18- bis 25-Jährigen – während der Alkoholkonsum abnehme. Das gehe aus Daten der US-Regierung hervor.

Vor allem bei großen Brauereien ist der Absatz eingebrochen. Der Craft-Beer-Markt ist zwar nach wie vor am Wachsen, aber nicht so stark wie im Rest der USA.

Weniger besorgt ist die Wein-Industrie. „Die Leute versuchen zu sagen, dass das eine Bedrohung ist“, sagte Tina Caputo der „New York Times“. Sie ist Autorin, schreibt über Wein und Essen. Es gebe eigentlich niemanden, der „sein Glas Wein wegstellt und stattdessen zur Bong greift“.

Quelle: Noizz.de

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