7 Gründe, warum Erfurt hipper ist, als du denkst!

Sabine Winkler

Indie, Kaffee & Liebe
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Erfurt von oben
Erfurt von oben Foto: Mark Michaelis / flickr.com CC0

UNESCO-Weltkulturerbe klingt boring, aber Thüringens Hauptstadt kann mehr ...

Du glaubst, die Erfurt besteht nur aus Rostbratwürsten und Klößen? Weit gefehlt! Gestern gab die Stadt bekannt, dass sie sich für ihr „mittelalterliches, jüdisches Bauerbe” bei der UNESCO bewerben will.

Die 210.000 Einwohner-Stadt an der Gera hat viel mehr auf Lager. Neben jeder Menge alternativer Kultur, gibt es eine einmalige mittelalterliche Kulisse zu bestaunen und ein paar Kuriositäten ...

Für Hipster: der Zughafen

Hier finden Kreative ein Zuhause, bis vor Kurzem das wohl bekannteste Kind Erfurts: Clueso. Der ehemalige Güterbahnhof direkt am Hauptbahnhof bietet Raum für Künstler-Ateliers und Galerien. Dieses Jahr feiert im April der Zughafen 15-Jähriges. Im Laufe der Zeit hat sich die Location zu einem Treffpunkt der alternativen Szene gemausert, inklusive Konzerte und allem Drum und Dran.

Entdecke das Kind in dir!

Der Kinderkanal von ARD und ZDF, kurz KIKA, hat seinen Sitz in Erfurt. Damit das auch keiner vergisst, sind über die ganze Stadt zahlreiche KIKA-Statuen verstreut. Ein beliebtes Fotomotiv – und ich garantiere euch, auch ihr werdet ganz aus dem Häuschen sein, wenn ihr eine lebensgroße Bernd-Das-Brot-Figur entdeckt! Oder ihr chillt neben dem Sandmann auf der Bank.

CHillen mit dem Sandmann geht nur in Erfurt Foto: Michael Sander / Wikimedia Commons CC 2.0

Romantisch wird's an der Krämerbrücke

Vor allem nachts, wenn die tolle Beleuchtung Europas ältester, beidseitig mit Fachäusern bebauten Brücke angeht, ist dieser Ort im historischen Stadtkern einfach nur wunderschön.

Ein Paradies für verliebte Pärchen. Ihren Namen hat die Brücken den vielen kleinen Krambuden zu verdanken, wo Handwerker ihre traditionellen Arbeiten verkaufen. Hier könnt ihr alternative und einmalig Mitbringsel entdecken.

Für Freunde des alternativen Designs: Forum Konkrete Kunst

In Zeiten digitaler Hektik, wissen wir Minimalismus immer mehr zu schätzen. Das weiß auch das Forum Konkrete Kunst Erfurt. Ein Besuch lohnt sich, um einfach mal den Kopf für eigene Inspirationen frei zu kriegen.

Regelmäßig finden hier Happenings, Lesungen und andere Kulturevents statt. Die Location selbst ist ein Hingucker: Ein altes Zunfthaus aus dem manchmal einfach ein goldenes Riesentuch raushängt. Leider ist die Einrichtung von der Schließung bedroht.

Der egapark

egapark, was soll das sein? Und wieso wird das Wort kleingeschrieben, es ist doch ein Name? ega ist die Abkürzung für Erfurter Gartenausstellung. Im Südwesten der Stadt kann man auf dem 36 Hektar großen Gelände Natür und Sonnentage genießen, aber auch wenig sowjetischen Restcharme aus DDR-Zeiten aufsaugen.

Den erkennt man vor allem an den aufwendigen Blumenfiguren, die überall auf der Anlage verstreut sind. Seit 1961 haben 45 Millionen Leute den egapark besucht. Und der ist der ideale Platz für Selfies. Für die Hipster unter euch gibt’s sogar ein Kakteen-Haus – bekanntlich die Trendpflanze 2017.

A View That Almost Kills: die Zitadelle am Petersberg

Nur ein paar Fußminuten entfernt vom Erfurter Dom (siehe Reiseführer, aber: langweilig) erwartet euch der schönste Ausblick über die ganze Stadt. Hier könnt ihr mit eurer Clique bei einem Bierchen daran erinnert werden, wie schön das Leben doch eigentlich ist.

Im Sommer finden hier auch einige Konzerte statt und immer mal wieder andere Kreativ-Aktionen.

Ein Roster darf natürlich nicht fehlen

Trotzallem – der beste Snack für einen Erfurter Stadtbummel ist doch die Thüringer Rostbratwurst. Stilecht in der Semmel mit Senf. Die Thüringer Rostbratwurst ist so thüringisch, dass sie seit 2004 eine geschützte geografische Angabe nach EU-Richtlinie ist. Ja, richtig gehört, nur echte Thüringer Würste aus Schweinefleisch im Naturdamm mit der einmaligen Gewürzmischung dürfen sich so nennen.

Das erste Mal wurde der Roster übrigens 1404 in einem Arnstädter Kloster bei Erfurt erwähnt. So was findet dann auch Platz im thüringischen Staatsarchiv in Weimar. Kein Scherz!

Und wo wir bei Klassikern sind

Die Alte Synagoge direkt am Fischmarkt, dem Stadtzentrum Erfurts, ist die älteste erhaltenen Synagoge Europas – stolze 900 Jahre alt. Da sie seit dem 14. Jahrhundert ein Lagerhaus war, haben auch die Nationalsozialisten die Synagoge verschont.

Heute trifft sich hier wieder die jüdische Gemeinde. Ob das mit dem Weltkulturerbe klappt, wird sich zeigen.

Quelle: Noizz.de

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