In Flensburg gibt es jetzt schwule Ampeln

Nele Würzbach

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Rot schwul, grün lesbisch: Diese Ampeln sollte es in jeder Stadt geben! Foto: valerypearl_drag / Instagram

Und natürlich auch lesbische ;)

Eigentlich sollte man meinen, dass im Jahr 2017 jeder lieben kann, wen er will. Leider ist das aber noch immer nicht der Fall. Auch hier in Deutschland stoßen viele Homosexuelle weiter auf Unverständnis und sogar Hass.

Am 16. Mai findet deshalb der internationale Tag gegen Homophobie statt. Den hat man in Flensburg zum Anlass genommen, um ein ganz besonderes Zeichen für die Liebe und gegen den Hass zu setzen.

In der Fußgängerzone gibt es jetzt homosexuelle Ampelpärchen. Händchenhaltend und mit einem Herzen versehen, fordern sie die Leute auf, über die Straße zu gehen UND nachzudenken.

Wir haben mit der Oberbürgermeisterin von Flensburg, Simone Lange, über die Aktion gesprochen.

Sie hat uns von dem bisher sehr positiven Feedback erzählt, aber auch davon, dass vor allem in den sozialen Netzwerken auch viele negative Kommentare gepostet werden: „Ich kläre die Menschen dann auf, dass diese Ampeln nicht nur nice to have sind, sondern einen traurigen Hintergrund haben.“

Oberbürgermeisterin Simone Lange Foto: Alexander Preker / dpa picture alliance

Frau Lange spricht damit die immer noch steigende Kriminalitätsrate gegenüber Homosexuellen an. Außerdem ist auch die Suizidrate von homosexuellen Jugendlichen erschreckend hoch.

Oberbürgermeisterin Lange (im hellen Mantel) mit der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Flensburg und weiteren Kommunalpolitikern Foto: Stadt Flensburg / Stadt Flensburg

Mit den Ampeln will Frau Lange erreichen, dass man „Vielfalt ernsthaft lebt!“ Deshalb hat sie sich auch die Rathausstraße für die Initiative ausgesucht: „An diesem Ort kann man nicht weggucken. Außerdem ist das auch der Mittelpunkt der Stadt.“

Für das Projekt musst die Oberbürgermeisterin eine Ausnahmegenehmigung des Landesverkehrsministeriums beantragen. Jetzt dürfen die glücklichen Paare aber dauerhaft in Flensburg bleiben.

Damit setzt die Stadt in Schleswig-Holstein nach Hamburg ein klares Zeichen gegen Homophobie. In der Hansestadt gibt es bereits seit fast zwei Jahren eine solche Ampel, und auch in Wien gibt es bereits einige.

Wir finden die Aktion super und hoffen, dass uns bald in ganz Deutschland glückliche Pärchen zeigen, wann wir gehen oder stehen sollen.

Quelle: Noizz.de

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