Dieses Video zeigt, wie „Cinderella“ als Mann gewesen wäre

Sebastian Gubernator

Politik & Freizeit
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Cinderfella Foto: Timbuktu Labs / youtube.com

Warum sind Frauen in Märchen immer abhängig von Männern?

Es war einmal ein Typ, der unglaublich gut aussah, aber von seinem bösen Stiefvater und seinen hässlichen Stiefbrüdern unterdrückt wurde. Eine männliche Fee hatte Mitleid – und schenkte ihm tolle Schuhe für einen Ball im Schloss.

So beginnt die Geschichte von Aschenputtel

Das Autorinnen Elena Favilli and Francesca Cavallo haben für ihre Version des Märchens die Geschlechterrollen vertauscht: Ein Video, das sie auf Facebook geteilt haben, erzählt das Märchen mit vertauschten Rollen.

Titelheld Cinderfella trifft beim Ball eine Prinzessin, verliert seinen Schuh, wird von der Prinzessin gefunden – und lebt mit ihr happily ever after.

Klingt furchtbar? Finden die Autorinnen auch: „Das würden wir unseren Söhnen nicht vorlesen.“ Favilli und Cavallo wollen darauf hinweisen, wie schwach Frauen in klassischen Märchen sind. Aschenputtel, Schneewittchen, Dornröschen wären arm, tot, schlafend geblieben, wenn am Ende nicht ein Mann eingegriffen hätte.

„Neulich ist mir aufgefallen, dass in keiner einzigen Geschichte, mit der ich aufgewachsen bin, eine Frau vorkam, die ihr Schicksal selbst in die Hand genommen hat“, sagt Elena Favilli am Ende des Videos. Immer habe ein Prinz, ein Bruder oder eine Maus geholfen. „Was passiert, wenn alles, was du um dich herum siehst, Filme, Cartoons, Bücher und TV-Shows sind, die von Männern dominiert werden?“

Favilli und Cavallo hatten das Gefühl, etwas tun zu müssen. Also schrieben sie ein Buch: „Good Night Stories for Rebel Girls“. Im Märchenstil werden die Geschichten von 100 starken Frauen erzählt, die tatsächlich gelebt haben oder noch leben. Und die, wie Francesca Cavallo sagt, „gegen alle Wahrscheinlichkeit unglaubliche Dinge gemacht haben.“

Es war einmal Serena Williams. Oder Malala Yousafzai. Oder Marie Cure. Oder Kleopatra. Frauen, die Erfolg hatten, ohne von Prinzen zu träumen.

Quelle: Noizz.de

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