Denzel grummelt und Moonlight siegt: Die Höhe- und Tiefpunkte der Oscars

Katja Belousova

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Die falschen gratulieren den echten Siegern: Emma Stone, Ryan Gosling und Mahershala Ali
Die falschen gratulieren den echten Siegern: Emma Stone, Ryan Gosling und Mahershala Ali Foto: Chris Pizzello, dpa / dpa picture alliance

Das waren die High- und Lowlights der Oscar-Verleihung 2017.

Highlights

Die Eröffnung mit Justin Timberlake: Mit seinem für den Oscar nominierten Song „Can`t stop the feeling“, tanzte und sang Timberlake sich vom Foyer auf die Bühne. Die Stars im Saal machten es ihm nach und sogar Nicole Kidman versuchte ihre gebotoxten Gesichtszüge zu bewegen. Es war ein gut gelaunter Start in einen denkwürdigen Abend.

Mathematikerin Katherine Johnson auf der Oscar-Bühne: Ja, bei der Nasa arbeiten auch Frauen – sogar schwarze Frauen wie die Mathematikerin Katherine Johnson. Sie hatte einen großen Anteil daran, dass die USA Russland im Rennen um das Weltall einholten.

Diese kaum bekannte Geschichte erzählt der Film „Hidden Figures“, in dem Taraji P. Henson Katherine Johnson spielt. Als die mittlerweile 98-jährige Johnson mit ihrem Rollstuhl auf die Bühne rollt, ging jedem Gast im Saal das Herz auf. Es war ein starkes Zeichen für Frauen und gegen Rassismus.

Bekanntgabe aller Kategorien, wo La La Land nominiert war und nicht gewann: Sorry, aber 14 Nominierungen für La La Land waren mindestens zehn zu viel. Auch wenn der Film ganz süß und bunt ist, und die Musik wirklich toll: Dieser Film ist weder spannend, noch würdig, Oscar-Geschichte zu schreiben. Besonders erfreulich waren die Kategorien bestes originales Drehbuch, bester Hauptdarsteller und natürlich bester Film - auch wenn letzteres zunächst noch anders aussah.

Stars, die Mean Tweets vorlesen: In der Show von Moderator Jimmy Kimmel gibt es die beliebte Rubrik, wo Promis Tweets über sich vorlesen. Das durfte auch bei der Oscar-Verleihung nicht fehlen. „Emma Stone sieht in ihrem Filmen aus wie eine Crack-Hure“ und „Robert DeNiro sollte keine Gangster-, sondern nur noch Opa-Rollen spielen“, hieß es da etwa. DeNiro quitierte diesen Tweet mit einem „Fuck you” – und die Zuschauer lachten sich kaputt.

Jimmy Kimmels Diss gegen Matt Damon: Neben Donald Trump war Matt Damon das häufigste Opfer von Jimmy Kimmels Witzen. Vor allem Kimmels Tribute an Matt Damons großartige (NOT!!!) Leistung in „Wir kaufen einen Zoo” war grandios. So gut über Matt Damon haben wir seit Team America nicht mehr gelacht.

Lowlights

Falsche Verkündung des besten Films: Das geht gar nicht. Faye Dunaway und Warren Beatty verkündeten allen Ernstes den falschen Gewinnerfilm in der Hauptkategorie. Die Crew von „La La Land“ hielt schon die unverdiente Dankesrede als „Moonlight” doch noch als echter Sieger verkündet wurde. Beatty und Dunaway hatten den falschen Umschlag bekommen – was ein Fail! Aber eigentlich ist auch dieser Moment ein Highlight: Denn „Moonlight” ist ein würdiger Gewinner!

Dakota Johnsons hochgeschlossenes Kleid: Die „Shades of Grey“-Hauptdarstellerin will sich nach den ganzen Nackidei-Szenen wohl etwas bedeckter zeigen. Aber mit diesem biederen Oma- Kleid? Wenigstens durfte sie einmal auf große Oscar-Bühne stehen, um einen Award zu verleihen. Einen gewinnen wird sie mit ihrer Schauspielleistung wohl nicht.

Redeabbruch in der Kategorie Make-up: Als einer der drei Gewinner der für das beste Make-up (Suicide Squad) gerade seiner toten Frau gedenkt, wird er unschön von der Bühne gelotst. Denn die Redezeit der drei ist abgelaufen. Das war etwas peinlich.

Emma Stones Oscar: Isabelle Huppert war besser als Emma Stone, Natalie Portman war besser als Emma Stone und doch ging der Oscar in der Kategorie beste Hauptdarstellerin an Emma Stone. Diese Entscheidung zeigt erneut: Der Academy kommt es in dieser Kategorie mehr auf Jugend und Schönheit an als auf Talent. Isabelle Hupperts Leistung in „Elle" war einzigartig, Emma Stones in „La La Land” leider nicht.

Denzel Washingtons Reaktion auf Casey Affleck: Casey Affleck gewann völlig verdient als bester Hauptdarsteller. Und das obwohl die meisten Gäste im Saal Denzel Washington den Sieg mehr gegönnt hätten als dem mutmaßlichen Pussy-Graber Casey Affleck. Affleck kam völlig überwältigt auf die Bühne und dankte zu allererst Washington, der sein Vorbild war. Als die Kamera daraufhin Denzel Washington zeigt, guckt der völlig verkniffen und ziemlich missgünstig. Auch wenn er Affleck nicht mag: Ein kleines Lächeln wäre doch drin gewesen!

Quelle: Noizz.de

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