Rettet die Brauer – Trinkt mehr Bier!

Robin Kittelmann

Politik, Gesellschaft, Motor
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In Bier zu investieren ist kein Fehler Foto: Angelika Warmuth / dpa picture alliance

Für die Bierbrauer ist 2017 bisher kein gutes Jahr.

Berlin ist das zweite Mal innerhalb von zwei Monaten abgesoffen, im Ruhrgebiet tobte das Unwetter noch wüster. Das ist nicht nur für Menschen mit geflutetem Keller ein Ärgernis, sondern auch für die deutschen Brauer.

Denn wenn das Wetter so mies ist, wird weniger Bier getrunken. So lautet das erschreckende Fazit der Schätzung des Fachmagazins “Inside". Das statistische Bundesamt wird am Freitag seine Zahlen zum Bierabsatz veröffentlichen.

Außerdem gibt es dieses Jahr kein großes Fußballturnier mit Fanfesten, auch das soll den bundesweiten Bierkonsum drücken. Die paar Liter, die bei gelegentlichen Bierduschen draufgehen, reißen es da nicht mehr raus.

Alles richtig gemacht! Bierdusche beim Hamburg Triathlon Foto: Christophe Gateau / dpa picture alliance

Seit wann brauchen wir eigentlich eine Fußball-WM, um zu trinken? An einem schnörkel- und vorwandlosen Feierabendbierchen mit Freunden ist doch nichts Verwerfliches.

Aber die Lage ist ernst: Insgesamt sei der bundesweite Bierabsatz im ersten Halbjahr 2017 nach Schätzungen von „Inside“ um zwei Prozent gesunken. Das entspricht etwa 935.000 Hektolitern Verlust!

Jetzt mal Hand auf die Leber, Leute: Was ist denn nur los mit euch? Schönwettertrinker dürfen die Bierwirtschaft nicht gefährden. Es lässt sich doch durchaus auch in Gebäuden dem Gerstensaft fröhnen, er schmeckt genauso und wird nicht durch Regenwasser verdünnt. In der Bar, auf der Couch – niemand sagt, dass man nur bei Sonnenschein im Garten ein bis acht Bierchen zischen kann.

Ach, und hört bitte auf, diese lächerlichen Mischbiere zu kaufen, die werden in der Statistik von “Inside" nämlich nicht aufgeführt und das absolut zu recht.

Trinkt für die Bierwirtschaft, damit rettet ihr gegebenenfalls nämlich nicht nur einen Quadratmeter Regenwald, sondern auch Arbeitsplätze. Egal, ob nun in den Brauereien, in den Kneipen, bei den Lieferanten oder den sympathischen Späti-Verkäufern um die Ecke – alle profitieren davon. Deshalb sollte das Biertrinken auch ein anerkanntes Ehrenamt werden.

Also reißt euch zusammen und rettet gemeinsam die Jahresbilanz 2017. Prost!

Quelle: Noizz.de

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