Ausstellung: Die harte Realität der Straßenjugend in Berlin und Bukarest

Larissa Königs

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Zwei Jugendliche aus der Fotostrecke Foto: © Massimo Branca

Die Fotografen Fara Phoebe Zetzsche und Massimo Branca haben Jugendliche von der Straße begleitet.

Der Raum sieht aus wie ein Kellerkabuff, voller Müll, niedrige Decken, dreckiges Plastik, ein Haufen Decken oder Jacken. Darauf liegen ein Junge und ein Mädchen.

Ihre Haare sehen stumpf aus, sie hat Augenringe, die Haut ist fleckig. Der Junge liegt weggetreten im Hintergrund. Das ist eines der Fotos aus der Serie „Verloren in Berlin und Bukarest”, die aktuell im Berliner Willy-Brandt-Haus zu sehen ist.

Das Leben auf der Straße läuft oft abseits der öffentlichen Wahrnehmung. Foto: © Massimo Branca

Die Fotos von den Jugendlichen erzählen von einem Leben, das weit weg von Normalität ist. Auf einem Foto verschwindet ein Junge auf der anderen Straßenseite im Untergrund. Auf einem anderen balanciert ein junger Berliner auf den Stahlträgern einer Ruine, mehrere Meter über dem Untergrund.

Auf dem Foto sieht man den jungen Nico Mück. Foto: © Fara Phoebe Zetzsche

Die Fotografen begleiteten über Monate hinweg Jugendliche in Berlin und Bukarest bei ihrem Alltag: Beim Herumstreunen und Abhängen, beim Alkohol- und Drogenkonsum, bei Hochs und Tiefs.

Nico Mück landete auf der Straße, weil er Crystal Meth nahm. Er lebte lange am Alexanderplatz mit anderen Jugendlichen. Foto: © Fara Phoebe Zetzsche

Die Ausstellung im Willy-Brandt-Haus läuft noch bis zum 21. Mai 2017. Der Eintritt ist frei.

Quelle: Noizz.de

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