10 Gründe, warum dein Erasmus-Wiedersehen leider nie klappen wird

Lukas Dombrowski

Sport, Sprachen, Speisen
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Nummer 7 stimmt einfach immer. Leider ...

Am Ende deines Erasmus-Jahres stehst du mit einer Flasche Calimocho mitten auf der Piazza und hörst du dich diesen einen Satz sagen: „Wir müssen uns alle jedes Jahr mindestens einmal wiedersehen!“ Warum das nie passieren wird:

1 Es waren besondere Umstände

Wenn man ehrlich ist: Im Ausland hatte man keine große Wahl, wer die neuen Freunde sind. Man war aufeinander angewiesen und viel aufgeschlossener. Zurück in Deutschland ist das nicht mehr so. Die alten Freunde sind doch schon ziemlich korrekt, meistens korrekter als die Erasmus-Freunde.

2 Keiner hat Zeit

Schon die Planung einer Erasmus-Reunion kostet Zeit. Zwischen der Freundin beziehungsweise dem Freund, Omas Geburtstag, dem wichtigen Punktspiel oder dem Nebenjob wird das schwierig. Noch schwieriger ist es, das akzeptieren zu müssen. Im Hier und Jetzt ist nicht alles so easy wie im Orgasmus-Jahr.

3 WhatsApp

Früher hat man sich angerufen, sich besprochen, und ohne eine klare Entscheidung war das Gespräch nicht beendet. Ganz anders heute: In WhatsApp-Gruppen oder Doodle-Umfragen hält sich jeder ein Hintertürchen offen – wenn überhaupt jemand reagiert.

4 Die Entfernung

Das Tolle an der fernen Uni ist ja, dass man Leute aus vielen verschiedenen Ländern kennenlernt. Für ein Wiedersehen ist das eher ein Problem. Allein in Deutschland liegen die größten Städte und Unis weit auseinander, in Europa sowieso. Und ausgerechnet die Stadt, die für alle günstig liegt, hat keinen Ryanair-Flughafen ...

5 Und vorher: Wo sollen wir uns überhaupt treffen?

Die Entscheidung für den Ort des Wiedersehens ist auch nicht leicht. Wer hat genug Platz in seiner Wohnung? Welche Stadt hat am meisten zu bieten? Wo gibt es vielleicht gleich zwei Gastgeber? Und die beiden vorherigen Gründe machen es noch viel schwerer.

6 Keiner möchte Gastgeber sein

Es ist es viel spannender, zu verreisen, als zu Hause zu bleiben. Das gilt auch für Erasmus-Reunions. Die wenigsten laden die anderen gerne zu sich ein. Ist ja auch irgendwie langweilig, man selbst kennt die eigene Stadt schon. Und anstrengend ist es auch.

7 Das Geld

Wer nach der Erasmus-Zeit kein Geldproblem hat, hat etwas Grundlegendes falsch gemacht. Party, Gourmet-Essen und Rumreisen waren schon der Grund, warum du dir den letzten Auslands-Monat nur Nudeln mit Pesto leisten konntest. Da muss zum Wiedersehen eine Skype-Konferenz reichen.

8 Die Wahrheiten auf Facebook

Im Ausland waren die Leute ganz cool, und aus Interesse stalkt man die FB-Profile der Clique. Wenn man dann liest, dass die nette Ungarin für Viktor Orban Werbung macht, der Durchgeknallte aus Gelsenkirchen gefährlicher Schalke-Hool ist oder der heimliche Schwarm ein biederes Leben mit Partner, Hund und Reihenhaus lebt, ist es mit dem Treffen schon vorbei.

9 Nachträgliche Enthüllungen

Zwei Monate nach der Rückkehr erzählt dir der mitgereiste Kommilitone aus dem gleichen Studiengang von einer richtig asozialen Aktion deines besten Erasmus-Freundes, damals bei dem Ausflug. Du siehst ihn in einem ganz anderen Licht und willst ihn plötzlich gaaanz schnell wieder vergessen.

10 Dein Partner

Es war schon hart, deinem Partner die sechs Monate Spanien zu verkaufen. Aber weil es für das Studium verpflichtend war, musste er/sie es akzeptieren. Beim Wiedersehen-Wochenende irgendwo in Europa ist aber Schluss. Gezwungenermaßen geht's stattdessen zum Wellness-Wochenende in die Berge.

Falls es ausnahmsweise doch geklappt hat: So cool war es dann auch nicht

Ein Jahr nach dem Abschied gibt's kaum noch gemeinsame Themen, die Gespräche werden ein bisschen awkward. Eigentlich wurden nur alte Geschichten aufgewärmt, und das Flair ist längt weg. Wiederholungsbedarf = null.

Quelle: Noizz.de

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