ZDF zeigt die dunkle Seite von TEDI, Euroshop & Co.

Tedi-Produkte sollen teilweise gesundheitsschädlich sein Foto: Ina Fassbender / dpa picture alliance

Das ZDF hat eine Journalistin dort eingeschleust, die hinter die Fassade blickt.

Günstige Deko, Spaß-Artikel, Schreibwaren - auch wenn es niemand zugibt, jeder hat schon einmal bei KIK oder TEDI zugegriffen. Die Doku-Reihe „ZDFzoom“ hat nun hinter die Fassade von 1-Euro-Shops geschaut. Die Folge heißt „Tedi und Co. – Die dunkle Seite der Billigshops“.

Sie dreht sich hauptsächlich um die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter. Eine eingeschleuste Journalistin berichtet von 14-Stunden-Arbeitstagen und Niedriggehältern. Pro Filiale sollen durchschnittlich drei Mitarbeiter verantwortlich sein für Kundenbetreuung, Warenannahme, Einräumen der Regale und Kassieren. Für eine Schicht ist das meist zu viel.

Die Undercover-Mitarbeiterin konnte mit Dokumenten belegen, wie es um die Arbeitsbedingungen steht Foto: Screenshot ZDF

Im Bewerbungsgespräch wird die Journalistin direkt darauf hingewiesen, dass 30 Überstunden pro Monat erwartet werden. Ihre späteren Kollegen berichten, dass sie oft unbezahlt bleiben. Zudem zahlt Tedi nur knapp über Mindestlohn. Nämlich 9,10 Euro pro Stunde. Teamleiter verdienen bis zu 1900 Euro brutto pro Monat. Tarifgebundene Unternehmen der Branche zahlen mindestens 2670 Euro.

Dabei scheint es gut zu laufenbei Tedi: Jede Woche eröffnet der Discounter drei neue Filialen in Deutschland. Aktuell verfügt er über 1800 Filialen. Die Konkurrenten Action und Euroshop haben zusammen 500 Geschäfte.

Euroshop gehört zu den Konkurrenten von Tedi Foto: Screenshot ZDF

Doch auch für die Verbraucher gibt es schlechte Nachrichten: Viele Produkte von Tedi enthalten gesundheitsschädliche Stoffe. Beispielsweise hat das Bremer Umweltinstitut eine zu hohe Konzentration von krebserregenden polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen gefunden. Tedi wälzt die Verantwortung auf den Lieferanten ab.