Diese Dialekte finden die Deutschen sexy – und unsexy

Sabine Winkler

Indie, Kaffee & Liebe
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Der falsche Dialekt und schon ist das Date im Eimer Foto: Leah Kelley / pexels.com/CC0

Berlinerisch ist nur auf Platz 3 ...

Die deutsche Sprache und ihre Dialekte, das ist ja so eine Sache. Für die Einen klingen sie heimisch vertraut, für die die nichts mit der Region zu tun haben, sind sie meistens ganz schrecklich.

An diesem Grundkonflikt soll schon manche Beziehungen gescheitert sein – stellt euch vor, da steht Mister oder Misses Right vor euch. Alles passt – aber: Der oder die Auserwählte spricht breites Pfälzisch. Für viele ein No-go. Andere Dialekte wiederum gelten als wahre Aphrodisiakum.

Die Online-Dating-App Lovoo hat jetzt in einer aktuellen Umfrage die Top-&-Flop-Flirt-Dialekte herausgefunden. Über 1.000 Nutzer in Deutschland wurden hierzu ausgefragt, und das Ergebnis ist – sagen wir mal – interessant.

Heraus kam zum Beispiel, dass wir grundsätzlich eher Partner mit der Dialektfärbung bevorzugen, die wir selber sprechen. Ist ja klar, wir kennen das, das muss gut sein, wir sprechen doch so!

Welcher Dialekt aus welcher Region ist denn aber nun am verführerischsten? Ja, da gehen die Meinungen auseinander. Auf Platz eins landet Bayrisch mit gut 22 Prozent, dicht gefolgt von Norddeutsch (20 Prozent) und Berlinerisch (WTF?! 15 Prozent).

Am unattraktivsten bewertet wurden im Ranking, wie solltest es fast anders sein – Sächsisch mit 35 Prozent und – Achtung! – paradoxerweise ebenfalls Bayerisch mit 21 Prozent und Schwäbisch mit acht Prozent.

Auch zwischen Männer und Frauen gibt es Unterschiede – Männer finden das bayerische Mädel, wahrscheinlich in ihrer Fantasie tiefausgeschnittenes Dirndl tragend, sexy. Frauen hingegen bevorzugen das kühle Norddeutsche.

Doch woran liegt das nur?

So richtig kann ich mir das auch nicht erklären. Ich selber habe das Glück, dass mein Partner zwar aus Baden kommt, aber nur wenig Dialektfärbung zeigt. Mehr wäre für mich als Niederrheinerin und Halb-Sächsin ein echter Abturner. Mit einem bayerisch sprechenden Hottie ins Bett gehen? Kann ich mir nicht vorstellen. Sobald er den Mund aufmachen würde, wäre alles vorbei.

Interessanterweise kann ich durch meine halb-sächsischen Wurzeln nicht so ganz nachvollziehen, wieso Sächsisch abturnender als Bayerisch sein soll. Gut, voigtländische Mundart mal ausgenommen. Das bestätigt also die Ergebnisse de Studie. Vertrautes kommt gut an.

Ich denke aber, da spielen viele Stereotypen mit rein, die wir mit den einzelnen Kulturgruppen verbinden – und da schneiden die Sachsen nicht ganz so gut ab.

Was lernen wir also daraus?

Eigentlich kommt es doch auf den Menschen an und nicht so sehr darauf, wie er spricht. Angeblich adaptiert man im Laufe der Zeit bekanntlich die Eigenschaften des anderen, unter anderem die Sprechgewohnheiten.

Lustigerweise ist zwar Bayerisch für mich der unsexieste Dialekt ever, aber Österreichisch finde ich scharf und sehr charmant. Vielleicht liegt das ja eben doch nur an den Vorurteilen …

Quelle: Noizz.de

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