Wie ein Jodel-Post das Leben von Patrick veränderte

Louisa Rieck

Kino, Lifestyle, Trends
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Ein einzelner Post veränderte das Leben von einem jungen Mann aus Dänemark (Symbolfoto)
Ein einzelner Post veränderte das Leben von einem jungen Mann aus Dänemark (Symbolfoto) Foto: Paolese / Fotolia

Nun will er von Dänemark bis nach China gehen!

Eine Nachricht in der App Jodel änderte vor einem Jahr das Leben von Patrick Cakirli.

„Ich bin verzweifelt und möchte neue Leute zu treffen. Ich bin einsam und gehe durch die härteste Zeit meines Lebens. Ich sitze von 14:00 bis 20:00 Uhr auf der Treppe vor dem Rathaus, habe schwarze Hosen und eine Northface-Tasche“, schrieb der Patrick Cakirli am 7. Dezember.

Kurz nachdem er den Post abgesetzt hatte, kamen 17 unbekannte Leute zu dem heute 26-Jährigen auf dem Rathausplatz. Aus Unbekannten wurden feste Freunde.

„Mein Leben hat sich seitdem stark verändert. Ich hatte damals Selbstmordgedanken und jetzt bin ich in Dänemark bekannt und kann über das Thema offen sprechen“, so Patrick Cakirli zu NOIZZ.

Er hat sogar die Organisation „SMILET“ gegründet: „Mit der Initiative geben wir betroffenen Menschen eine Plattform, wo sie sich wohlfühlen können, dort müssen sie keine Angst vor der Stigmatiseriung haben. Sie können sie selbst sein“, sagt Patrick.

Jetzt steht er vor einer neuen Herausforderung: Er will von Kopenhagen bis nach Peking wandern. Drei Jahre plant er für die Wanderung ein, mit der er ein Zeichen gegen die Einsamkeit in Dänemark setzen will.

Seine 20.000 Kilometer lange Tour sollte ihn durch Länder wie Iran, Vietnam und Bangladesh führen und jeder darf sich ihm anschließen. Pünktlich am 7. Dezember, ein Jahr nach dem Jodel-Post, wollte er starten. Wollte....

Aufgrund der großen Aufmerksamkeit muss er die Tour erstmal verschieben: „In den letzten Tagen habe ich gemerkt, dass viele meine Hilfe brauchen und vorher kann ich die Tour nicht starten“, erzählt Patrick.

Aus dem Hilfesuchenden ist ein Helfer geworden.

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