Die Hälfte aller Katzen und Hunde ist zu dick!

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Avigyan Chatterjee Foto: Avigyan Chatterjee / unsplash.com

Ihr Übergewicht kostet sie bis zu zwei Jahre Lebenszeit.

In Mitteleuropa hat über die Hälfte aller Hunde und Katzen zu viel auf den Rippen. Das zeigt eine Studie des Instituts für Tierernährung, Ernährungsschäden und Diätetik an der Universität Leipzig. Fatal, denn für dein Haustier ist Übergewicht genauso gefährlich, wie für uns Menschen.

Das Risiko für Diabetes, Herz-Kreislauf- und Gelenkerkrankungen steigt bei dicken Tieren deutlich an. Übergewichtige Katzen können sich außerdem nicht mehr richtig putzen und bekommen schnell Blasenentzündungen.

An der Medizinischen Kleintierklinik in München gibt es deshalb eine extra Adipositas-Sprechstunde.

Petra Kölle, Fachtierärztin für Ernährungsberatung: "Viele Tierbesitzer füttern zu kalorienreich. Leckerlis und Essensreste müssen bei der Kalorienzahl einberechnet werden. Eine Kaustange deckt zum Beispiel schon 20 Prozent des täglichen Kalorienbedarfs eines Dackels."

In der Sprechstunde erstellen die Tierärzte einen individuellen Diätplan. Wenn sich Besitzer an den halten, sollten die Tiere etwa ein Prozent Körpergewicht pro Woche verlieren.

Aber was, wenn man dem hungrigen Hundeblick nicht widerstehen kann?

Kölle: "Es gibt ein paar Tricks. Man kann Trockenfutter im Wasser aufquellen lassen. So ist der Napf voll, das Tier wird richtig satt, hat aber weniger gefressen als bei trockenem Futter. Und zwischendurch kann man Hunden statt einer Kaustange auch einfach mal eine Möhre geben."

Quelle: Noizz.de

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