Netflix verdient noch immer 450 Millionen Dollar im DVD-Verleih

Gerrit Lagenstein

Sport, Film und Fernsehen
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Netflix hat noch immer mehrere Millionen Kunden, die für den DVD-Verleih bezahlen Foto: Instagram @dvdnetflix

Kunden freuen sich über besseres Sortiment.

Als Netflix 1997 startete, war an Videostreaming über das Internet noch nicht zu denken. Die Filme wurden folglich per DVD verliehen. Erst zehn Jahre später begann der Siegeszug der Video-on-Demand-Plattform. Heuer hat Netflix 118 Millionen Streaming-Abonnenten. Ausgestorben ist der DVD-Verleih deshalb aber nicht.

Auf dvd.netflix.com können in den USA noch immer Filme nach Hause bestellt werden. 2017 setzte Gründer Reed Hastings auf diesem Weg 450 Millionen Dollar um, wie MarketWatch berichtete. Im letzten Quartal bedeutete das einen Profit von 62,7 Millionen Dollar.

Kunden, die noch immer DVDs bestellen, gaben als Grund dafür unter anderem die größere Auswahl an Serien und Filmen an. 100.000 DVD-Titeln stehen 5600 Inhalte in der Mediathek gegenüber. Die gewünschte Sendung ist zwar nicht wie in der App innerhalb von Sekunden konsumierbar, trotzdem kann der ursprüngliche Service mit einer kurzen Wartezeit punkten. Denn viele Streifen sind auf DVD Monate früher erhältlich als im Netz.

Ein Geschäft für die Ewigkeit ist der Verleih natürlich trotzdem nicht. Statt 50 Verteilerstandorten betreibt Netflix nur noch 17. „Sie versuchen, die Blutung zu verlangsamen und das Profekt einen natürlichen Tod sterben zu lassen“, erzählte ein ehemaliger Mitarbeiter CNBC. Alle wüssten dort, dass es nicht für immer mit den DVDs weitergeht. Aktuell ist der DVD-Vertrieb jedoch noch eine lukrative Nebeneinnahmequelle.

Quelle: Noizz.de