Diese 6 Lebensweisheiten hat mir „Die Nanny“ beigebracht

Larissa Königs

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Das ikonische Intro von „Die Nanny” ist nur ein Grund, die Serie zu lieben Foto: BasicMasterReloaded / Screenshot Youtube

Und Maxwell und Sylvia und Yetta und C.C. und Niles.

Sie war schön, hatte Stil, das gefiel, und schon war sie: die Nanny! Wer diese Zeilen nicht mitträllern kann, darf hier auch schon aussteigen und ist bei diesem Text falsch. Denn ab jetzt folgt eine Lobeshymne auf die beste Sitcom, die es meiner Meinung nach je gab: Die Nanny.

Von 1993 bis 1999 verzauberte „Die Nanny” die Herzen der Zuschauer weltweit, und ich kann sagen, dass ich mit Fran Fine aufgewachsen bin. Abend um Abend sahen wir die Wiederholungen im Fernsehen an und selbst mein kleines achtjähriges Ich fand alles sterbenskomisch.

Als ich dann vor einigen Jahren die Serie im Internet wiederentdeckte, verstand ich dann zum ersten Mal die UNZÄHLIGEN Anspielungen und war sofort wieder schockverliebt.

Es ist eine Liebe, die seitdem anhält. Doch erst kürzlich ist mir aufgefallen, wie sehr mich die Serie geprägt hat. Schließlich hat sie einen nicht geringen Anteil an meiner Persönlichkeits-Entwicklung gehabt.

Hier also die Lebensweisheiten, die ich dank der Nanny gelernt habe.

1. Junk-Food ist nichts, wofür du dich schämen solltest

Es gibt vermutlich keine einzige Folge, in der Fran nicht genüsslich einen Kuchen, Pudding, Chicken Wings oder Pizza verspeist. Nichts geht über die zahlreichen Szenen in Sylvia Fines Küche, wenn die Mutter der Nanny mal wieder eine Diät abbricht und stattdessen eine Handbreit Nutella auf einen Schoko-Riegel streicht.

Und wie man trotz so einer Ernährung aussehen kann wie Fran, weiß die Nanny auch: Einfach zwei Stücke Pizza übereinander legen – dann zählen die Kalorien nur einmal.

Bestes Zitat: „Ja glauben Sie, ich würde ein Baby entführen, wenn ich eine erstklassige Salami kriegen könnte?”

2. Egal, wie komisch deine Familie ist: Sie bleibt deine Familie!

Der eigentliche Star der Serie bleibt in meinem Herzen immer Frans schrullige Oma Yetta. Mit ihrer Senilität treibt sie die Nanny und alle anderen im Sheffield-Haus in den Wahnsinn. Ein absoluter Favorit ist die Szene, in der sie den Fahrstuhl nehmen will und stundenlang vor dem überdimensionierten amerikanischen Doppeltür-Kühlschrank wartet.

Das Schönste an Yetta ist aber, wie sehr sie ihre Enkelin liebt. Und Fran sie natürlich auch, egal wie viel Unsinn ihre Oma wieder anstellt. Genauso, wie sie ihre Mutter Sylvia liebt, obwohl die ihr immer nur vorjammert, dass Franny doch jetzt endlich heiraten soll. So ist die Mischpoke (Jiddisch für Familie) nun mal: Man kann sie sich nicht aussuchen, aber eine bessere gäbe es eh nicht.

Bestes Zitat: „Der Bankräuber hat deine arme Mutter!” – „Oh mein Gott, der arme Mann!”

3. Du musst nicht alles wissen – nur das Wichtige!

Die Nanny ist vermutlich nicht die Gebildetste, wie sich immer wieder in Gesprächen mit Maxwell zeigt. Aber wenn es drauf ankommt, ist es fast immer Fran, die die Situation rettet und die Familie wieder glücklich macht. Dafür braucht sie kein Abi, sondern Menschenkenntnis, viel Humor und Herz.

Bestes Zitat: „Carpe Diem.” – „Du sprichst Latein?” – „Nur wenn’s verlangt wird!”

4. Verstell dich nicht

Auch wenn ich es nie verstehen konnte: Es gab auch Menschen, die Fran Fine nicht mochten. Wie zum Beispiel C.C., die Geschäftspartnerin von Maxwell. Eigentlich nervte sie alles an Fran, und mit vielem hatte sie gar nicht mal so Unrecht. Natürlich waren die viel zu kurzen Röcke unangebracht, man sollte seinem Chef wirklich nicht auf die Schreibtisch-Ecke hüpfen, und wer einmal die Nanny auf Englisch gesehen hat, weiß, dass ihre Stimme WIRKLICH nervig ist.

Trotzdem hat sich Fran nie verstellt. Ihr modischer Stil hat mir gezeigt, dass in der Liebe und in der Mode alles erlaubt ist! Mit ihrem Auftreten stach die Nanny aus der breiten Masse hervor und lehrte mich, dass die Meinung von anderen nicht so wichtig ist, wie man denkt.

Bestes Zitat: „Ich bin klug genug, um zu merken, wenn mich jemand beleidigt, und sexy genug, um es zu ignorieren.”

5. Nichts geht über eine liebevoll gepflegte Feindschaft

Die Serie wäre nicht dieselbe ohne C.C. und Niles. An sich sind diese beiden Charaktere nett, aber zusammen sind sie eines der großartigsten Sitcom-Gespanne aller Zeiten! Niemand streitet sich mit solcher Hingabe, so viel Wortwitz und so fantasievollen Metaphern.

Das Schönste: Zwischen den Anspielungen auf C.C.s männliche Aura und Niles Dasein als Mrs. Doubtfire entwickelt sich eine Freundschaft und sogar Liebe zwischen den beiden Streithähnen. Was sich liebt, das neckt sich. Das sehe ich täglich bei meinen besten Freunden, meiner Familie und meinem Freund und eben bei der Nanny.

Bestes Zitat: C.C. „Was würden Sie sagen, wenn ich heute um fünf gehe, um einen Mann zu treffen?” Niles: „Wir sehen uns um halb sechs.”

6. Hab Vertrauen in die Liebe

Die Serie beginnt damit, dass Fran von ihrem Verlobten betrogen und verlassen wird. Jetzt hätte sie nach Hause gehen können und dort heulen und jammern. Doch was macht sie? Rafft sich auf, läuft zu den Sheffields nach Hause und wird dort die Nanny.

Damit ist es natürlich noch nicht getan, denn bis Maxwell endlich checkt, was er an Fran hat, vergehen immerhin vier Staffeln – in denen er sie küsst und es zurücknimmt; ihr sagt, dass er sie liebt und es zurücknimmt und sie mehr als einmal feuert.

Doch egal, wie viele miese Dates sie hat und wie unentschlossen Maxwell auch ist: Niemals hört Fran auf, an die große Liebe zu glauben. Und am Ende wird dann ja auch alles gut, mit Hochzeit und Zwillingen und allem. Keine Sitcom hat so ein schönes Happy End wie „Die Nanny”!

Bestes Zitat: Maxwell: „Miss Fine, ich könnte Sie küssen.” (geht weg) Fran: „Könnte, wollte, würde? Tut’s nicht.”

Zum Abschluss noch ein Shout-out an all die grandiosen Outfits der Nanny! Leo! Lack! Kostüme! Abendroben! Sie ist und bleibt ein Stil-Vorbild.

Quelle: Noizz.de

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