Okay, nicht nur deswegen, aber auch.

Chaostage bei Tesla und Schuld daran ist irgendwie CEO Elon Musk. Denn der hat im YouTube-Podcast von US-Comedian Joe Rogan öffentlich an einem Joint gezogen. Eigentlich keine Riesensache, könnte man meinen.

Nach all dem absurden Trouble mit Grimes und Azealia Banks scheint sich der Tesla-Chef ein bisschen Entspannung verdient zu haben. Außerdem ist Gras rauchen in Kalirfornien inzwischen legal.

Für den Top-Manager eines US-Unternehmens wirkt die Aktion selbst für Musks Verhältnisse trotzdem ungewöhnlich. „Es ist legal oder nicht?“, erkundigte sich Musk zwar noch, bevor er zum Joint greift – dennoch könnte er mit dem ersten öffentlichen Auftritt seit dem Chaos um seine Pläne, Tesla von der Börse zu nehmen, den Bogen überspannt haben.

Nachdem das Video am Freitag veröffentlicht wurde, fiel die Aktie im frühen US-Handel um mehr als sechs Prozent und notierte zeitweise nur noch knapp über dem Jahrestief vom April. Viele fragen sich nun, ob der 47-Jährige noch der richtige Mann am Steuer ist.

Selbst im privaten Umfeld scheint die Verwunderung über die jüngste Eskapade des Unternehmers groß. Noch während des Podcasts las Musk Textnachrichten von Freunden vor, die irritiert von seinem Marihuana-Konsum waren und wissen wollten: „Was zur Hölle machst du da?“. Er sei „normalerweise kein Grasraucher“, erklärte der Tesla-Chef daraufhin im Podcast. Kürzlich hatte Musk bereits eingeräumt, hin und wieder das Schlafmittel Ambien zu nehmen.

Der umtriebige Star der US-Tech-Hochburg Silicon Valley, der neben Tesla auch noch die Raketenfirma SpaceX, die Tunnelbohrgesellschaft Boring Company und etliche andere Projekte betreibt, macht ständig neue Baustellen auf. Im August hielt er die Finanzmärkte wochenlang mit der völlig überraschenden Ankündigung in Atem, er wolle Tesla von der Börse nehmen.

Nachdem Musk seine Meinung aber änderte, drohen Tesla nun Konsequenzen durch die US-Börsenaufsicht und Sammelklagen von Investoren wegen möglicher Marktmanipulation.

Zu allem Überfluss liefert sich der Tesla-Chef auch noch eine merkwürdige Fehde mit einem britischen Taucher, der im Juli bei der dramatischen Rettung eines thailändischen Fußball-Teams mitgeholfen hatte. Musk hatte den Mann auf Twitter als Pädophilen beschimpft, nachdem dieser sein Angebot, die Mannschaft mit einem Mini-U-Boot zu befreien, mit schroffen Worten als PR-Gag abbügelte. Nun bereiten die Anwälte des Briten eine Verleumdungsklage vor.

[Text: Zusammen mit dpa]

Quelle: dpa